Warum das Bürgerticket bald kommt…

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Da sich die Grünen Berlin mittlerweile sehr intensiv mit dem Thema „Bürgerticket“ beschäftigen und dies auch öffentlich kundtun, gab es eine forsa-Umfrage, die vom stern beauftragt wurde. Demnach „befürworten 48 Prozent der Bundesbürger diesen Vorschlag, wenn die Abgabe deutlich billiger wäre als eine Zeitkarte. Etwa genauso viele, nämlich 47 Prozent, lehnen ihn ab.“ (Pressemitteilung zum kostenlosen ÖPNV Gruner+Jahr, Stern). Das sind deutlich mehr Befürworter als ich erwartet hätte. Die oft nicht besonders durchdachten Vorbehalte gegen eine Pauschalgebühr hatten in der medialen Berichterstattung bislang immer Oberhand. Das liegt möglicherweise daran, dass oft sehr selektiv Stimmen zu Wort kommen.

Kostenloser ÖPNV / Bürgerticket in Berlin

Das Konzept vom Bürgerticket der Grünen Berlin sieht vor, dass alle Berliner eine monatliche Mobilitätsgebühr in Höhe von 15 Euro zahlen und dann „kostenlos“ den ÖPNV nutzen können. Ausgenommen davon sind natürlich Kinder, Senioren und sozial Schwache. Um den Verkehr zu Spitzenlastzeiten in den Morgen- und Abendstunden zu regulieren, müssen auch BerlinerInnen in dieser Zeit (stark vergünstigte) Fahrscheine lösen.

So weit klingt das ja ganz gut. Die Schwachstelle kommt noch erst: Touristen bzw. Pendler von außerhalb müssen trotzdem ein Ticket ziehen. Dadurch wird aber der enorme Einspareffekt durch die Abschaffung des Vertriebssystems (Ticketautomaten und deren Wartung, Tickets, Ticketkontrolleure…), was immerhin bei Verkehrsunternehmen bis zu 10% des Umsatzes ausmacht, ignoriert.

Schritt zurück: Vorteile durch mehr ÖPNV

Die ganzen positiven Effekte einer signifikanten Stärkung des ÖPNV bzw. Verlagerung des Individualverkehrs auf den ÖPNV gäbe es vermutlich trotzdem. Diese habe ich (und viele andere) anderswo schon umfassend beschrieben, trotzdem hier noch mal eine kurze Liste:

  • weniger Autos auf den Straßen
  • weniger Stau
  • weniger Schadstoffemissionen
  • weniger Lärm
  • weniger Unfälle (Auto vs. Auto, Auto vs. Radfahrer und Fußgänger)
  • weniger Flächenverbrauch durch Verkehr
  • insgesamt eine positivere Bilanz des Verkehrssektors
  • …viele weitere Folgeeffekte, wie bspw. verbesserte Pünktlichkeit aller Verkehrsteilnehmer = höhere Produktivität insgesamt; höhere Lebensqualität in Städten; weniger Lärm- und Schadstoff-induzierte Erkrankungen = geringere Kosten für das solidarische Gesundheitssystem; geringere Gesamtkosten des Verkehrssystems, da solidarisch verteilt – nicht zu vergessen die externalisierten Kosten…

Um es auf den Punkt zu bringen: Von dieser Entwicklung hätten alle etwas, also auch Radfahrer und Autofahrer. Kommentare wie „Alle zahlen meine Miete, egal ob sie da wohnen oder nicht.“ (Quelle: Facebook-Seite der Berliner Morgenpost) sind da einfach nicht zielführend.

PC schneller machen mit CCleaner

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Jeder Windows-User kennt das Problem des langsamen Systems. Spätestens 1 Monat nach Inbetriebnahme fängt das Betriebssystem und der gesamte Ablauf an zu stottern; Windows fährt nicht mehr so schnell hoch wie vorher, das Öffnen von Programmen dauert länger, auch Herunterfahren braucht jetzt länger. Schuld daran ist eine ganze eigene Logik von Windows – und bis heute (Windows 8.1) hat sich daran auch nicht viel geändert.

PC optimieren: So geht’s

Aber Schluss mit dem Gerede: Hier kommt mein ultimativer Tipp, um den Computer schneller zu machen. Es gibt ein sehr mächtiges Tool namens CCleaner, das im Grunde alle überflüssigen Daten im System aufspürt und säubert. Die kostenlose Version ist schon sehr mächtig, es gibt aber auch eine Bezahlvariante, die ich mittlerweile nutze, weil ich so überzeugt bin von dem Produkt. Knapp 20,- Euro kostet die Vollversion – die superpremium-Version kann noch mehr, kostet entsprechend noch etwas mehr. An dieser Stelle möchte ich zeigen, was CCleaner kann und wie Sie damit Ihren PC optimieren.

Mal richtig den Computer aufräumen: CCleaner hilft

Hier habe ich eine kleine bebilderte Anleitung erstellt:

Hier noch mal die einzelnen Schritte:

  • PC schneller machen mit CCleaner 1: Programm auf der Seite der Hersteller herunterladen und installieren.
  • PC schneller machen mit CCleaner 2: CCleaner starten und einzelne Reinigungsziele links unter Windows und Anwendungen auswählen. Bei kritischen Punkten warnt CCleaner den Benutzer, man kann aber nichts kaputt machen. Der Punkt „Freien Speicher sicher löschen“ empfiehlt sich nur, wenn man Zeit hat und sollte bei SSDs nicht zu oft ausgewählt werden, da die Schreibrate dann sehr hoch geht. Dafür werden gelöschte Dateien endgültig gelöscht.
  • PC schneller machen mit CCleaner 3: „Analysieren“ klicken, etwas abwarten, dann „CCleaner starten“ klicken. Schon wird der Computer aufgeräumt!
  • PC schneller machen mit CCleaner 4: Gelegentlich bietet es sich an, die „Registry“ (linkes Menü) zu reinigen.

Mit diesen Schritten sind Sie schon sehr gut dabei und Ihr System sollte wieder glatter laufen. Für konkrete Fragen können Sie mir gern eine Mail schreiben.

 

Bonus: Was kann die Vollversion von CCleaner?

Ich schätze besonders folgende Funktionen:

  • Automatische Überwachung: Damit kann man einstellen, ab welcher Größe angesammelten Mülls CCleaner automatisch oder mit vorherigem Hinweis säubern soll. Ich lasse mich immer ab 0,2 GB Müll warnen – meist reinige ich dann.
  • Browserüberwachung: Für alle Browser lässt sich einzeln einstellen, was beim Schließen passieren soll – „Browser nicht überwachen“, „Automatische Reinigung beim Beenden mit Hinweis“ oder „Automatische Reinigung beim Beenden ohne Hinweis“.
  • Automatisches Update: Ich finde ja nichts nerviger als die Aufforderung „Es ist eine neue Version verfügbar. Möchten Sie jetzt updaten?“, wenn ich eigentlich das Programm sofort ausführen möchte. Das führt regelmäßig dazu, dass ich das Update mache, dann etwas anderes beginne und am Ende nicht die eigentliche Aufgabe ausführe.

Die Premium-Version kann dann noch mehr, z. B. Defragmentieren. Da ich eine SSD (Solid State Drive) statt einer herkömmlichen Festplatte verwende, brauche ich das aber nicht.

Internationales Verkehrswesen: Kostenloser ÖPNV

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Das Thema meiner Masterarbeit, die ich 2013 für die Deutsche Bahn geschrieben habe, ist nach wie vor aktuell: Für das Heft 3/2014 der Zeitschrift „Internationales Verkehrswesen“ (IV) durfte ich einen Beitrag über mein Herzensthema „Kostenloser ÖPNV“ beisteuern. An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an die ehemaligen Kollegen der DB für die Unterstützung und Förderung.

Hier gibt’s den ganzen Artikel (mit freundlicher Genehmigung des IV): „Kostenloser ÖPNV: Utopie oder plausible Zukunft?“

Kostenloser ÖPNV = Utopie?!

Mein IV-Beitrag befasst sich in erster Linie mit der Finanzierung und den damit verbundenen Problemen. Im Ergebnis komme ich zu der Einschätzung, dass die meisten Projekte, die im Zusammenhang mit dem kostenlosen ÖPNV realisiert wurden, ungenügend durchdacht waren. Deshalb kann man kostenlosen ÖPNV auch als Utopie betrachten; denn ohne Gesamtkonzept ist jedes Modell zum Scheitern verurteilt.

In den meisten Fällen einer Umsetzung wurden – vor allem aufgrund rechtlicher Restriktionen – schlicht Steuergelder bzw. Haushaltsmittel umgewidmet. Das ging in der Regel eine Weile gut; im belgischen Hasselt, der Pionierstadt des kostenlosen ÖPNV, sogar recht lange (1997-2013). Allerdings gibt es mehrere Faktoren, die gegen eine solche Finanzierung sprechen, der entscheidende ist die Starrheit der Mittel. Das Ende vom Lied: die Städte können die Verkehrsunternehmen nicht mehr unverschuldet bezahlen, das System wird wieder umgestellt und die Verkehrsmittelnutzung schlägt wieder um.

Letztlich darf nicht vergessen werden, dass das kostenlose Angebot von Mobilität höchstwahrscheinlich viel mehr oder weniger unnötigen Verkehr induziert. In allen Städten, die mit Nulltarif-Modellen experimentiert haben, war dies der Fall – sollte aber unbedingt vermieden werden. Dazu müssen intelligente Maßnahmen zeitgleich realisiert werden, die den Fußgänger/innen und Radfahrer/innen angemessene Vorteile bieten, wenn diese weiterhin unmotorisiert unterwegs sind.

Kostenloser ÖPNV = plausible Zukunft!

Allerdings gibt es Modelle, in denen der kostenlose ÖPNV als plausible Zukunft angesehen werden kann. Es ist alles eine Frage des adäquaten Maßnahmen-Mixes aus push-and-pull-Maßnahmen; damit meine ich, dass einerseits viel Geld in den Ausbau der Infrastruktur fließen müsste, um das erwartbare hohe Verkehrsaufkommen schultern zu können. Andererseits gehört zu einem ausgewogenen Konzept aber auch die Maßregelung des mobilisierten Individualverkehrs (MIV).

Eine allgemein verpflichtende Mobilitätsabgabe, wie sie bereits für viele Städte auf dem Papier durchdacht wurde, kann eine Lösung sein. Das Prinzip ist einfach: Alle Bürgerinnen und Bürger zahlen eine ÖPNV-Abgabe analog der Rundfunkgebühr, wovon der Betrieb und Investitionen für den ÖPNV bezahlt werden. Flankiert wird diese Gebühr von steigenden Pkw-Steuereinnahmen und Parkraumgebühren.

In einigen deutschen Städten laufen aktuell Machbarkeitsforschungen, unter anderem befasst sich die Potsdamer Stadtverwaltung auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung mit dem kostenlosen ÖPNV. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis.


 

Update 25. September 2014:

Die Ausgabe ist erhältlich. So sieht das Cover aus:

Internationales Verkehrswesen Cover

Ich freue mich besonders, dass mein Thema direkt auf der Titelseite auftaucht als Leitartikel im Bereich „Politik“. Im Heft ist mein Artikel auf den Seiten 24-26 zu finden. Besucher der InnoTrans Messe in Berlin erhalten das Heft – ich bin gespannt auf Feedback.

Vortrag: Kostenloser ÖPNV im Abgeordnetenhaus Berlin

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Heute, am 12. Februar 2014, bin ich bei einer Podiumsdiskussion als Zukunftsforscher eingeladen. Sie wird von den Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität der Grünen Berlin veranstaltet. Das Thema lautet:

Kostenloser ÖPNV – Vision oder Utopie?

Die Referenten sind Dr. Matthias Stoffregen (Bereichsleiter Tarif und Marketing beim VBB), Matthias Oomen (ProBahn e.V.), Stefan Kohte (VCD Berlin) und eben ich, Kai Gondlach (Zukunftsforscher).

Los geht’s um 19:00 Uhr. Mehr Infos zur Veranstaltung:

gruene-berlin.de/termine/kostenloser-öpnv-vision-oder-utopie

Update: Nach der Veranstaltung

Nach den Eingangsstatements der Redner fasste der Sprecher der LAG Martin Kasztantowicz das Gesagte kurz zusammen und läutete die Diskussion ein. Es wurden viele Pro- und Kontra-Argumente diskutiert und – wie zu erwarten war – kam man an dem Abend noch zu keinem Ergebnis. Die Komplexität des Themas ist allen Beteiligten klar geworden, so gestand eine zuvor sehr kritische Teilnehmerin, dass sie mittlerweile sehr „entzückt“ von der Idee sei. Als bedenklich nahm ich die Tendenz wahr, dass einige Beteiligte eine Zahlenjonglage begannen; da unter diesen kein Verkehrsplaner war, der die Komplexität des Systems abbilden könnte, war dies m.E. nicht sehr konstruktiv, da 1.) von fixen Summen ausgegangen wurde, obwohl diese sich am Tag X mit Sicherheit anders darstellen würden (als Beispiel sei hier nur der Umsatz der Verkehrsunternehmen genannt, die ja im fahrscheinlosen ÖPNV komplett auf das Fahrgeldmanagement verzichten und damit ca. 10% einsparen könnten); 2.) neigt der Mensch dazu, sich von Zahlen leiten zu lassen und glaubt diesen eher als „weichen“ Argumenten. Auch wenn die Zahlen falsch sind, können sie im Moment der Diskussion in der Regel nicht überprüft werden, und dienen so als wackelige Diskussionsgrundlage.

Es ist denke ich allen Beteiligten klar geworden, dass der Nulltarif / Kostenlose ÖPNV kein Thema ist, welches man kurzerhand als unrealistisch oder unplausibel unter den Teppich kehren kann. Unter der Voraussetzung einer Beitragsfinanzierung (Nahverkehrsabgabe) scheint grundsätzlich eine plausible Lösungsbasis gegeben zu sein. Besonders die politischen Akteure müssen sich gewahr sein, welche Ziele sie mit dem Nulltarif verfolgen; sind dies umwelt-, sozial- und/oder verkehrspolitische Ziele?

Wenn man nur einen Hammer hat, der sieht in jedem Problem einen Nagel. Man muss aufpassen, dass der Kostenlose ÖPNV nicht zum Hammer wird und die politischen Ziele verwischen.

Im nächsten Schritt ist es deshalb an der Zeit, eine umfassende Studie zum Thema zu erstellen, die folgende Fragen klärt:

  • Ist der Kostenlose ÖPNV in Berlin möglich (Insellösung) oder müsste ein größeres System eingebunden werden (VBB)?
  • Welche Folgen-Szenarien sind denkbar? (Auswirkungen auf Umwelt, Stadtbild,…)
  • Welche zusätzlichen push-and-pull-Maßnahmen wären notwendig, um a) eine solide Finanzierungsbasis zu erhalten und b) Anreize zum Umstieg von MIV auf ÖV zu erreichen?
  • Was halten die Bürgerinnen und Bürger von einer Nahverkehrsabgabe?
  • Wie würden sich die mobilen Personen infolge der Umstellung verhalten? Was bedeutet das für die Auslastung? Wie kann darauf im bestehenden Netz reagiert werden bzw. welche Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur wären ggf. nötig?
  • Welches sind die rechtlichen Rahmenbedingungen? Inwiefern muss geltendes Recht ggf. angepasst werden?

Hier sehen Sie meine Präsentation:


 

Presseecho

Die Tageszeitung Neues Deutschland war vor Ort und berichtete am 14. Februar im Berlin-Teil der Printausgabe: „Gratisfahren gibt es nicht umsonst“

Bildrechte für das Vorschaubild: sxc.hu
(sxc.hu: „Traffic Jam“ by budadams, „Inside the subway“ by xico, „Old Man On Old Tram“ by balu-ertl, „That hurt“ by chidsey)

Zum Nachhaltigkeitsdiskurs: Die Grenzen des Wachstums

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Nachhaltigkeit und Klimawandel

Cover die Grenzen des WachstumsIn meinem Studium habe ich mich sehr stark mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel beschäftigt. Da bin ich natürlich auch nicht um den wohl bekanntesten Forschungsbericht herum gekommen, der je im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Zukunftsforschung geschrieben wurde: „Die Grenzen des Wachstums“ (1972) von Donella und Dennis Meadows und weiteren Autoren. Initiiert wurde die Studie vom Club of Rome, einem losen Zusammenschluss gebildeter Menschen, die sich schon früh Gedanken über die Endlichkeit von Ressourcen und die Auswirkungen menschlichen Handelns gemacht haben.

Es ist erstaunlich, dass heute – über 40 Jahre später – noch immer nicht jeder etwas mit dem Konzept Nachhaltigkeit anfangen kann. Dass Firmen sich damit rühmen, Corporate Social Responsibility zu betreiben – und damit Geld machen, während sie an anderer Stelle Flüsse verseuchen. Dass die Bundesregierung letztes Jahr erstmals einen CSR-Preis vergeben hat. Und dass ungeachtet der sicherlich vorhandenen Bemühungen vieler einzelner Akteure immer noch kein globaler Konsens darüber herrscht, dass (statt, viel wichtiger, wie) man dem Klimawandel begegnen sollte.

Gelähmte Vertreter

Die regelmäßig ernüchternd ausfallenden Klimakonferenzen verdeutlichen dies recht anschaulich. Fast 200 Nationen entsenden Vertreter, um Worte darüber auszutauschen, für wie wichtig sie sich selbst halten und welche persönlichen Erfahrungen sie mit dem Klimawandel haben. Oder auch nicht. In der Regel kommt dabei folgendes heraus: Entwicklungs- und Schwellenländer berichten von steigenden Temperaturen, Dürre und schließlich Nahrungsmangel. Teilweise steigt der Meeresspiegel und bedroht Küstengebiete (Mauritius wird bald verschwunden sein, Norddeutschland folgt etwas später). Man nimmt – sicher verstärkt durch die immer schnellere und multimediale Berichterstattung – mehr und heftigere Naturkatastrophen wahr, bemerkt eine Veränderung der Flora und Fauna. Konflikte in sogenannten Krisengebieten, deren Ursachen nicht selten die gerade geschilderten Auswirkungen des Klimawandels ersten oder zweiten Grades sind, führen zu immer dichteren Flüchtlingsströmen. Darüber thronen die „Erste Welt“-Staaten und leugnen den Klimawandel oder diskutieren über den Sinngehalt Erneuerbarer Energien und die damit verbundenen, nötigen und viel zu spät ergriffenen Maßnahmen. Diese vereinfachte Kausalkette könnte man noch sehr viel weiter spinnen, doch der Clou ist: Obwohl bekannt ist, dass vor allem Treibhausgase den Klimawandel beschleunigen, ist kaum eine Regierung Willens, konkrete und vor allem umfassende Handlungen daraus abzuleiten.

Deshalb stellt Jørgen Randers, der an der Studie mit den Meadows zusammengearbeitet hat, ganze Systeme infrage. Ist das kapitalistische System von sich aus in der Lage, adäquat auf den Klimawandel zu reagieren? Natürlich nicht. Kapitel wandert immer dorthin, wo es am lukrativsten ist. Ist das demokratische System (mit der auf kurzfristige Entscheidungen und Machtgewinn & /-erhalt fokussierte Grundlogik – ich beziehe mich hier auf Luhmann)  in der Lage, etwas dagegen zu tun? Die Funktionsweise des Systems Politik lässt nun mal keine unpopulären Entscheidungen zu, wie zum Beispiel die strikte Sanktionierung unökologischen Verhaltens sowie auf der anderen Seite die Förderung nachweisbar nachhaltigen Handelns. Denn die Folgen davon wären, so wird befürchtet, Kürzungen auf einer anderen Seite oder Preissteigerungen für Endverbraucher, was kurzfristig unbeliebt wäre und damit zu einem Verlust der Wählergunst führen würde.

Keine Verbesserung in Sicht

Konstruktiv wäre es, an diesem Punkt des Diskurses einen Vorschlag für eine Optimierung des Systems zu unterbreiten. Ein entscheidender Punkt dabei wäre der Einbezug wissenschaftlich fundierter Fakten statt populär-politischer Meinungen, die nur einem Zweck dienen: der Maximierung individuellen Wohlstands.

 

Als ich 27 Jahre alt war und an den Grenzen des Wachstums arbeitete, hatte ich eine andere Vorstellung von der Welt. Es gibt zwei grundsätzliche Herangehensweisen an Politik. Wissenschaftler sammeln Daten und rufen dann aus: „Um Himmels Willen, der Meeresspiegel steigt, Orkane werden stärker, die Muster von Wind und Niederschlägen verkomplizieren sich, ein Klimawandel findet statt! Also müssen wir unsere Treibhausgase senken!“

Die andere Haltung ist: „Ich glaube nicht an den Klimawandel, denn zurzeit breiten sich sogar die Gletscher aus.“

Dann kommen die Wissenschaftler, fertigen Studien an und sagen: „Nein, die Gletscher schrumpfen weltweit“, worauf dann die Klimaskeptiker antworten: „Egal, Gletscher kümmern mich nicht sonderlich. Ich glaube nicht an den Klimawandel und ich muss auch nichts unternehmen, denn den Eisbären geht es zurzeit besser als jemals zuvor.“

Dann verrichten die Wissenschaftler wieder ihre Arbeit und sagen: „Nein, die Eisbären sind in füchterlichen Schwierigkeiten! Sie ertrinken! Sie finden keine Nahrung mehr, das Eis um sie herum verschwindet“, worauf die Klimaskeptiker antworten: „Wissen Sie was? Eisbären sind mir eigentlich relativ egal. Ich glaube nicht an den Klimawandel, denn in Washington D.C. hat es letzten Winter viel geschneit.

Dennis Meadows, Autor von „Die Grenzen des Wachstums“

Dieses Zitat zeigt eindrucksvoll, wie (Lobby-)Politik heute abläuft. Die Interessen der Wähler sollen gewahrt werden, so ist beispielsweise die republikanische Seite (ich vermeide hier den Begriff „Partei“) in den Vereinigten Staaten von Amerika seit der Veröffentlichung des Berichts der größte Meinungsmotor gegen die wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse. Daran konnte bislang nicht einmal das IPCC* etwas ändern. Das Leugnen geht fröhlich weiter, damit Weltkonzerne weiterhin ungestraft den Boden, das Meer und die Menschen ausbeuten können. Nächste Stufe: Gen-Mais und multiresistente Schädlinge.

Als Optimist glaube ich, dass das nötige Umdenken möglich ist. Nur ist es leider längst zu spät für eine Kehrtwende, die Zeit drängt.

Anmerkungen

* Das Intergovernmental Panel on Climate Change trägt regelmäßig wissenschaftliche Erkenntnisse weltweiter Untersuchungen zusammen und formuliert auf deren Basis Jahresberichte. Auch die Aussagen des Panels decken sich seit über 20 Jahren mit denen des Club of Rome.

Linktipp:
+ „Letzte Warnung“, Arte-Doku, ausgestrahlt am 28. Januar 2013, auf Youtube

Fahrradtour Potsdam – Paris – Saint Malo

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Im Herbst 2013 habe ich mit einem – ab dann – ehemaligen Kommilitonen einen Ausflug der besonderen Art gemacht: wir schwangen uns in die Sättel und fuhren von Potsdam nach Saint Malo, Frankreich. Eine Strecke von insgesamt ca. 2300km lag vor uns (meine längste „Tour“ vorher war keine 20km lang). Aber viel wichtiger: wenige Tage vor Beginn der Reise haben wir beide erfolgreich unsere mündlichen Prüfungen abgelegt und das Studium hinter uns gelassen. Und bevor es dann losging mit dem „echten“ Leben, wollten wir noch einmal richtig Urlaub machen.

Also Fahrradtaschen geliehen, Equipment ergänzt und los ging’s. Mein Fahrrad ist – glaube ich – nicht für derartige Touren und Gepäck ausgelegt. Aber: wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Zur Not habe ich zwei Paar Bremsblöcke und zwei Schläuche besorgt, das Fahrradwerkzeug, das es mal als Werbegeschenk gab, wurde auch eingepackt. Dann noch ein bisschen Proviant, Wäsche, Kultur (inkl. eines Romans, den ich nicht ein einziges Mal angeschaut habe), Kochgeschirr und Gaskocher in die Radtaschen. Schlafsack, Isomatte und Badelatschen landeten in einem Kentersack quer oben drüber. Alles schön fixiert mit Spanngurten. Zusätzlich hatte ich noch eine Lenkertasche dabei mit Sofort-Proviant (Schoko- und Müsliriegel) und Platz für Handy, Portemonnaie und Co.

Bergig bis herzlich

Der Blick aus dem Zelt: es regnet.Durch die Brandenburger Natur, die (besonders mit defekter Bremse!) bergiger ist als man es von einer Gegend, die sich selten über 100m erhebt, erwarten würde, arbeiteten wir uns Richtung Thüringen und Bayern. Die geplanten 100km am Tag schafften wir nicht immer, besonders als es dann Richtung Mittelgebirge ging. Die erste Woche war selten so richtig trocken, denn das Wetter wollte sich noch nicht auf uns einschießen. Deshalb wurde auch bereits nach ca. 500km mein Zelt ausgetauscht; es hatte den Wettertest nicht bestanden. Das alte hinterließ ich mit der Aufschrift „Sommerzelt zu verschenken“ an einem Zeltplatz.

Bulgarische Stube bei JenaUnter anderem wegen des regnerischen Wetters gönnten wir uns bald eine Nacht in einer Gaststätte vor Jena. Die Bulgarische Stube (Foto rechts) war ein Erlebnis für sich: der Gastwirt hieß uns unglaublich herzlich Willkommen. Noch bevor wir richtig ankamen, durften wir schon unsere völlig durchnässten Zelte und die feuchten Schlafsäcke in seiner privaten Garage aufhängen. Unser sehr schönes und günstiges Zimmer bot alles, was wir brauchten: vor allem eine Dusche und zwei Betten. Vorm und nach dem Essen, das wir unten zu uns nahmen, unterhielten wir uns mit dem Inhaber Lyubomir Milev. Leider ist in letzter Zeit nicht viel bei ihm los, weil immer mehr Menschen direkt in dem knapp 5-10km entfernten Jena wohnen. Wer das hier also liest und vielleicht mal dort vorbei kommt, sollte sich in der Bulgarischen Stube blicken lassen.

Sight-Ignoring

Leider sorgte das nasskalte Wetter dafür, dass wir nicht besonders ambitioniert waren, was das Sightseeing der passierten Städte anging. Wir fuhren den Saale-Radweg fast komplett bis zum Ende, aber wie gesagt fehlte die Motivation zum Innehalten. So war ich nun zwar schon einmal in Lutherstadt Wittenberg, ohne aber die prachtvolle Stadtkirche aus der Nähe gesehen zu haben, bin durch Halle an der Saale gefahren, ohne mehr als die Tramlinie und die Sparkasse an derselben zu kennen, und weiß auch von den sonstigen Ortschaften recht wenig.

Biber in Saalfeld auf dem CampingplatzAußer: es gibt Biber (links im Bild)! Und offensichtlich Fische, denn in Saalfeld trafen wir auf dem Zeltplatz einen passionierten, pensionierten Angler. Da dieser sehr ausgeglichen und gesprächig war (anders als man es wohl von einem Klischee-Angler erwartet), war sein Angelurlaub wohl auch mehr als eine Ausflucht von zuhause. Daraus und aus seinen Berichten schließe ich auf reichhaltige Fischvorkommen. Auf dem selben Campingplatz haben wir aus Versehen den WC-Schlüssel mitgehen lassen; aber sobald wir das bemerkten, ist er natürlich sofort per zurück zu seinem Besitzer gereist. Mit einer Postkarte aus dem Schwarzwald.

Sobald wir das Mittelgebirge überwunden hatten, wo es dann wirklich hügelig war, ging es auch mit dem Wetter bergauf. Meine Bremse war mittlerweile längst gerichtet, sodass ich endlich normal fahren konnte. …und ich dachte schon, ich wäre einfach zu untrainiert, dass ich immer hinterher hechelte. Plötzlich fuhr es sich so leicht! So schafften wir auch locker unsere angepeilten 100km und gönnten uns deshalb auch wieder eine Nacht in einem Fremdenzimmer. Dieses Mal landeten wir in einer Metzgerei und erlebten aus sicherer Entfernung fast eine waschechte Schlägerei von Dorfbewohnern.

Go West: Alles andere als friedliche Umstände

Ab Bayreuth, wo wir unseren Kurs gen Westen änderten, war die Sonne mit uns. Auch ein Zwischenfall mit fast fatalen Folgen konnte nichts an den dann grundsätzlich guten Bedingungen ändern; bei einer der vielen Abfahrten auf unbefestigten Wegen hatte es sich ein etwa faustgroßer Stein in den Kopf gesetzt, eine Liaison mit meiner hinteren Felge einzugehen. Der Rahmen kam wohl dazwischen und war über die neue Situation derart erbost, dass er die spontane Liebelei recht abrupt beendete, die Felge mit einer deftigen Beule aus dem Streit ging und mit eben dieser die hintere Bremse blockierte.

Um wenigstens den Weg aus der Wildnis bis zum nächsten Fahrradladen zu überstehen, musste die Beule weg. Also: Spanngurte lösen, Kentersack ab, Fahrradtaschen ab, Fahrrad auf die Seite legen. Anschließend habe ich mit meiner Aluminium-Trinkflasche, die nun ebenfalls recht ramponiert ist, wie ein Berserker die Beule bearbeitet. Das Ergebnis: ich konnte immerhin ein bisschen fahren, die Bremse schliff dennoch weiter an der Felge. Egal, als Provisorium muss es erstmal reichen. Also: Fahrradtaschen wieder ran, Kentersack wieder rauf, Spanngurte ran.

Notfall im Wald

Das wäre fast das jähe Ende unserer Tour gewesen… wäre da nicht ein sehr alter, sehr freundlicher Landwirt auf seinem sehr alten, sehr lauten Trecker um die Ecke gekommen. Chance ergriffen, Trecker angehalten und einen ziemlich erstaunten bayerischen Landwirt um Hilfe gebeten. Ob er denn einen Hammer hätte. Hatte er. Also von vorn: Spanngurte ab, Kentersack weg, Radtaschen ab, Fahrrad auf die Seite – und ordentlich den Hammer schwingen. In Folge dieser Sonderbehandlung schliff die Bremse nicht mehr und trotz der knapp 30kg, die auf dem Hinterrad lasteten, fuhr ich weiter. Bis zum Ende der Tour, über 1000km weit! Den angepeilten Fahrradladen habe ich nie besucht.

Über einen Besuch in Baden-Baden bei guten Freunden ging es dann quer durch die Champagne weiter in Richtung Paris. Die Berge dort machten uns zu schaffen, dafür können wir nun behaupten, dass wir Champagner gegessen haben. Wir fuhren direkt durchs Ernte-/Lesegebiet, wo auch gerade Hochbetrieb war. Die meisten Erntehelfer jubelten uns aufmunternd zu, wenn wir völlig aus der Puste und auf unglaublich unwegsamem Gelände an ihnen vorbei hechelten. Außerdem haben wir unter freiem Himmel abseits der Zivilisation (Campingplätze eingeschlossen) geschlafen. Fast aufrecht, denn das ist der Vorzug eines Campingplatzes: er ist ebenerdig. Dennoch ist Wildcampen aufregend, günstig und man ist unabhängig. Denn auf den nicht immer gut beschilderten Fahrradrouten ist es auch nicht ganz selbstverständlich, in einem passenden Radius einen Campingplatz oder eine vergleichbare Bleibe zu finden. Selbst ist der Mensch.

Paris, je t’aime: Cité d’amour

Paris EiffelturmParis war mein persönliches Highlight der Tour. Ich habe noch nie eine so wunderschöne Stadt gesehen. Praktisch jede Straßenecke sieht aus wie ein Motiv auf einem Kunstwerk, überall erwarten einen Überraschungen, prunkvolle Kathetralen, gemütliche Ecken, unglaublich viele Waschsalons, dafür aber auch Cafés und Bars und….. ich lasse die Liste lieber unvollständig. Einfach großartig.

Wir nächtigten in einem Hostel namens „Love & Peace“, das schlicht am günstigsten und wahrscheinlich auch am lautesten war. Wenn es mehr mit dem Namen zu tun hätte als eine Garage, würde ich es nicht hier schreiben… Jedenfalls landeten wir in einem Dreierzimmer im 5. Stock. Nachdem wir unsere Räder im Keller, was eigentlich ein Kofferzimmer direkt hinter der Hausküche ist, unter der Rezeption, was eigentlich eine Bar direkt an der Erlebnismeile ist, untergestellt hatten, trugen wir unser Gepäck – wie gesagt, gut 30kg – nach oben. Nicht ganz einfach in den engen Treppenhäusern, die so typisch für Pariser Architektur sind. Das Zimmer teilten wir mit Matt, einem ganz netten, wenn auch nicht besonders kommunikativen texanischen Austauschstudenten. Darin enthalten: Ein Etagenbett (3 Stockwerke), ein Waschbecken und eine Dusche auf insgesamt etwa 6 Quadratmetern. Jeder Leser mit rudimentären Mathematikkenntnissen fragt sich jetzt: „Wie soll das gehen?“ Diese skurrile Rechnung geht in dem Moment auf, in dem man ergänzt, dass die Dusche in die Wand gegenüber der Betten eingelassen ist. Und sie hat Plexiglaswände. Ähnlich muss es in den 13-Bett-Zimmern aussehen. So viel zu peace und love.

Einen ganzen Tag liefen wir in Paris umher, genossen die gute Stimmung und das warme Wetter (Anfang Oktober gut 15°C). Natürlich machten wir dieses Mal auch an den Sehenswürdigkeiten Halt. Nachdem wir den ganzen Tag von Paris Nordost entlang an der Bastille und Notre Dame bis zum Eiffelturm gelaufen waren, gönnten wir uns für die Rückfahrt die U-Bahn. Sehr ungewohnt übrigens, einen ganzen Tag ohne zwei Räder und tretende Bewegungen der Beine zu verbringen.

Is this the way to Saint Malo?

Von da aus waren es dann noch etwas weniger als 400km bis nach Saint Malo, wir planten also 4 Tage ein. Dort erwartete uns eine Bekannte von meinem Mitfahrer. Aus unerfindlichen Gründen verrechneten wir uns, was das vereinbarte Ankunftsdatum in Saint Malo anging, denn wir dachten, es sei Donnerstag. Am Mittwoch. So standen wir am dritten Tag nach Paris vor folgendem Dilemma: Entweder, wir könnten nicht bei der Dame – ich nenne sie mal Aurélie – übernachten und sie praktisch gar nicht sehen, weil sie über das Wochenende verreisen würde. Oder wir fuhren noch am selben Tag den Rest der Strecke. Das Oder klang wegen der Konsequenzen der Option A netter. Allerdings hatte auch diese Option B einen Haken (sonst wäre es ja kein Dilemma): Wir trafen diese Entscheidung um 19:00 Uhr abends, nachdem wir schon 90km gefahren waren. Und es fehlten noch 100km.

Saint Malo Ortsschild bei NachtAber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wir fuhren und fuhren, es wurde immer dunkler, doch die gute Busch+Müller Lampe meines Kollegen erwies uns ihren Dienst. Wir weihten mal wieder eine neu markierte Straße ein, als wir schon die Lichter von Saint Malo sehen konnten. Und trotzdem fuhren wir noch eine weitere Stunde bei Nieselregen, bis wir schließlich gegen 2:30 Uhr bei Aurélie ankamen. Irgendwie erschöpft, aber einfach zu froh, sie zu sehen. Also plauderten wir noch bis in die frühen Morgenstunden, tauschten alte Erinnerungen aus (mein Kollege und Aurélie) bzw. lernten uns kennen.

Das war das offizielle Ende der Fahrradtour – ab dann verbrachten wir noch 2 tolle Tage mit Aurélie und ihrem Freund in Saint Malo. Wir sahen uns die Stadt an – schöne Innenstadt, ehemalige Festung, Yachthafen, Weltkriegsdenkmal -, kochten, redeten viel auf deutsch, englisch und französisch und genossen die Zeit. Schließlich fuhren wir mit dem Zug zurück nach Berlin.

Ende

Eine grandiose Tour, die so viele Eindrücke hinterlässt, dass man sie gar nicht in Worte fassen kann. Ich habe abgesehen von der Verbesserung meines Schulfranzösisch so viel gelernt; zum Beispiel kenne ich nun den Wert zuckerhaltiger Zwischenmahlzeiten. Normalerweise meide ich süße Speisen, doch wenn man seit 10km bergauf fährt und der Beinakku streikt, wirkt ein Schokoriegel tatsächlich Wunder. Unmittelbar schießt wieder Energie durch die Muskeln und man radelt fröhlich weiter.

Seit unserer Rückkehr habe ich schon sehr oft gehört: „Das ist aber eine tolle Sache. Das würde ich auch gern einmal machen!“ Darauf entgegne ich dann immer: „Tu es.“ Denn das ist das wichtigste, was ich gelernt habe: Man erlebt Dinge nur für sich selbst. Und nur, wenn man es eben einfach tut. Klingt einfach, ist aber so.